Soli-Spontandemo in Wittenberg

18.03.2010 – Soli- Sponti in Wittenberg für den Squat Geringswalde und politische Gefangene

Etwa 50 junge, teils vermummte Menschen demonstrierten am vergangenen Donnerstag anlässlich des Tages der politischen Gefangenen, der Krimanalisierung von Antifaschist_innen sowie um ihre Solidarität, mit der akut Räumungsbedrohten Liebig 14 in Berlin und mit den ehemaligen Besetzer_innen aus Geringswalde, zum Ausdruck zu bringen.

Die Demo zog gegen 19:30 Uhr lautstark und kämpferisch Richtung Innenstadt los.
Neben Themenbezogenen Transpis und Sprechchören wurden die Wittenberger Bürger durch Flyer über den Grund der Demo informiert.

Erstaunlich an diesem Abend war dass die Cops die Demo erst ab Mitte der Route, aber auch eher nur zufällig, bemerkte. Sichtlich überfordert, blieb ihnen nichts anderes übrig als Verstärkung zu rufen, und die Demo zu begleiten. Danach beschloss mensch, kurzerhand noch direkt am Bullenrevier vorbei zu schauen. Wenige Meter zuvor wurden noch Rauchbomben gezündet, wonach auch gleich noch Zivis vorbeischauten.

Nach circa einer Stunde war die Demo ohne „Zwischenfälle“ vorbei.

Weitere Bilder und Quelle des Berichtes unter:
http://leftresistancewb.blogsport.de/2010/03/24/18-03-2010-soli-sponti-in-wb/

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Kurze Stellungnahme der Squat-Kampange:

Als erstes möchten wir uns herzlichst für eure Soli-Aktion bedanken!
Dies stärkt uns den Rücken und zeigt uns unsere Solidarität im Kampf gegen „Freiraumgegner“ wie der NPD, welche immer wieder auf ihrer Homepage hetzt und stachelt.

Wir haben in unseren Verhandlungen mit der Besitzerin abgesprochen, dass wir keine Verhandlungsinfos auf die Seite schreiben. Aber wir können soviel sagen, dass wir in guten Verhandlungsgesprächen stecken.

Wir hoffen auf die Weiterführung der positiven Verhandlungen und danken euch allen, welche uns ihre Solidarität verkündeten!

Bitte verlinkt uns!!!

Bannerlink:

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Gegendarstellung zu dem NPD-Bericht am 23.03.2010

Gegendarstellung der Antifaschist_Innen der Antifa RGB und den ehemaligen Hausbesetzer_Innen der Wiesenstraße 7 in Geringswalde

Am 23.03.2010 wurde auf der Homepage der NPD Sachsen ein Bericht veröffentlicht, welcher sehr viele fragliche, ganz klar falsche und auch einfach herbei halluzinierte Fakten beinhaltet.

In dem Artikel wird beschrieben, dass die Gruppe der Besetzer_Innen eine Räumung durch innere Zerstrittenheiten herbei leiten lies. Dies ist eine herbeigelogene und falsche Behauptung. Eine weitere falsche Behauptung ist es, dass David R., welcher auf der NPD-Seite als unser „Führer“ gehandelt wird, bei der Hausbesetzung dabei war. Dieser war zu diesem Zeitpunkt auf einer Reise und es war im unmöglich auch nur den geringsten Einfluss auf die Aktion auszuüben. Des Weiteren möchten wir hier ganz klar darstellen, dass wir keinen Führerprinzip folgen. Weder ist David R. unser Geldgeber, noch unser Anführer. Es ist wiederum eine Lüge, dass wir von überregionalen Antifagruppen, wie Chemnitz oder Erfurt, angeleitet werden. Wir sind eine selbstorganisierte und selbstbestimmte, beziehungsweise autonome – d.h. Unabhängige – Gruppe.

Auf der NPD-Seite wird durch Textverse wie >>„Wir beleben die Provinz“, was nichts anderes als das „Aufmischen“ dieser ländlichen Gegend durch strafbare Antifa-Machenschaften meint< <, der Eindruck erweckt, dass Geringswalde zu einer Angstzone mutiert wäre. Dabei vergessen die Nazis, dass vor knapp 2 Jahren die mittelsächsische Region um Mittweida ein absoluter Angstraum für Alternative und Immigranten war. Die heutigen Verhältnisse haben sich nicht geändert, sind aber in einen neonazistischen Trott gefallen, welcher jederzeit wieder zurück in einen regionalen Naziterror umstimmen könnte. Die Hausbesetzung war der Start für ein Projekt das einen antifaschistischen und emanzipatorischen Freiraum schaffen soll, der vor neonazistischem Terror schützten wird. Dass dies ein Dorn im Auge der Faschisten ist, war vom Anfang an klar gewesen. Geäußert hat sich dies zum Beispiel durch eine Flyeraktion in Geringswalde oder durch weitere solcher Hetz- und Lügenschriften auf der Homepage der sächsischen NPD.

Wir möchten uns weiterhin davon absagen, dass die Linkspartei die Hausbesetzung finanzierte, beziehungsweise das wir mit dieser bei der Aktion zusammenarbeiteten. Die Hausbesetzung wurde unabhängig von der Partei „Die Linke“ und der Gruppe der Antifa RGB durchgeführt.

Zusammenfassend möchten wir uns hiermit mit den Opfern rechter Gewalt und rechten Stumpfsinn solidarisieren. In den Hetzschriften der NPD-Nazis sind im großen und ganzen Überblick nur übertriebene und klar falsche Fakten. Sogar die Anzahl der Besetzer_Innen ist falsch.

Wir empfanden diese Gegendarstellung als höchst notwendig, um keinen falschen Eindruck von dem Projekt und den Menschen dahinter zu erhalten und um falsche, von der NPD genannten, Fakten zu berichtigen.
Gegendarstellung am 24.März 2010

Antifaschistische Aktion RGB und die ehemaligen Besetzer_Innen der Wiesenstraße 7 Geringswalde

NPD Flyeraktion in Geringswalde

Text?

Wie auf der Internetseite der NPD Sachsen angekündigt wurde eine Flyeraktion in Geringswalde durchgeführt. Die Flyeraktion war gegen die Hausbesetzung der Wiesenstraße 7 gerichtet. Die Selbstgebastelten Flyer betrugen vollkommen überspitze und gleichzeitig unrealistische Auslegungen der Forderungen der Hausbesetzer_Innen. Sicherlich passte diese Aktion der neofaschistischen NPD gut in die Idee der regionalen Naziszene, um die so ziemlich einzig verbleibende „nichtrechte Provinz“ mit ihren geistigen Durchläufen zu belästigen. Ganz klar ist auf den Flyern zu erkennen, dass den Faschisten das Stadtbild von Geringswalde nicht ganz gefällt. Da hat der Herr Wilko W. mehr Gefallen an dem Stadtbild von Mittweida, wo nur rechtsextreme Sticker und dumpfe Sprühereien ohne künstlichen Hintergrund zu finden sind.

Im Großen und Ganzen wollen wir hier keine weiteren und unnötigen Sätze zu den Flyern verlieren. Nur eins ist klar, wir möchten hiermit hinweisen das die Flyer keinesfalls von den Besetzer_Innen stammen und auch keine wahrheitsgemäßen Fakten liefern.
Des Weiteren liefert die NPD ein weiteres Mal, dass sie alles verteufeln was nicht in ihr rassistisch Beschränktes Weltbild passt. Seien es sozialpolitische Projekte bis hin zu Immigrationsfördernde Kampagnen oder antifaschistische Aktionen.

Abschließend sagen wir daher nur: „Keine Stimme den Nazis!

>>>aargb.blogsport.de<<<

Squat Geringswalde geräumt

Am 15.März 2009 wurde das Besetzte Haus in der Wiesenstraße 7 geräumt. Grund dafür war eine wenig später geplante polizeiliche Räumung. Wir forderten daraufhin den Runden Tisch.

Dieses Gespräch mit Besitzerin und Stadt verliefen positiv und die Besitzerin zeigte sich ein weiteres Mal sehr kooperativ.

Nun werden weitere Gespräche mit der Besitzerin stattfinden um eine Lösung zu finden.
Wir gehen daraufhin mit positiven Gewissen den weiteren Gesprächen entgegen.

Wir möchten uns noch mal bei allen bedanken, die da waren und uns in irgendeiner Weise unterstützt haben und uns ihre Solidarität zu spüren gaben.

Die ehemaligen Besetzer_Innen des Squat Geringswalde – März 2010




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