Fazit: Eine Woche Besetztes Haus Geringswalde

Fazit der Hausbesetzung am 6.März 2010

Etwas mehr als eine Woche ist es nun her, als wir ein Haus in der Geringswaldeer Wiesenstraße besetzten. Als erstes möchten wir uns für die große Solidarität bei euch bedanken. Das die Besetzung und das dieses damit verbundene Projekt so viel Zuspruch und Unterstützung findet, hätten wir uns nicht einmal zu träumen gewagt. Dank, an auch alle, welche uns Essen und Trinken zubringen, welche uns Sofas, Stühle ,andere Möbel und auch Holz und Kohle für unseren nun gemütlichen Squat brachten. Des Weiteren dank für Kerzen und Taschenlampen, damit wir überhaupt etwas sehen konnten. Dank an die Leute, welche uns Tipps gaben und uns beraten haben. Danke, auch an die, die einfach da waren und uns zeigten, dass wir nicht allein sind. Danke an Parteien, Initiativen und Vereine, welche uns Hilfe zusagten. Weiteren dank an die vielen Unterstützer aus anderen Städten. Es zeigt uns, dass die Freiraumpolitik und deren Umsetzung doch nicht so tot ist, wie es manchmal scheint. Wir sehen damit, wie es notwendig scheint, dass alternative und emanzipatorische Politik in die ländliche Region getragen werden muss, um die Zustände in den Provinzen angreifen zu können.
Zusammenfassend danken wir euch allen, die uns geholfen haben die Woche ohne Wasser und Strom angenehm gestalten konnten. Ohne euch wäre dies alles gar nicht möglich gewesen!
In der derzeitigen Lage ist leider nicht sehr viel zu sagen. Wir sind geduldet bis Gespräche stattfinden, es soll einen runden Tisch geben wo Polizei, Stadt, Besitzerin und die „Vermittlerin“ über den Ausgang des Projektes reden. Dazu entstehen folgende Probleme:
1.Die sogenannte Vermittlerin ist die extremismusbeauftragte des Landkreises Mittelsachsen. Dies zeigt einmal mehr, dass alles was anders leben will, anders aussieht und anders denkt „extrem“ sein muss. Wir persönlich sehen den Extremismusbegriff als unzulässig und falsch an.
2.Es kam bei den geplanten Gesprächen mit Polizei und „Vermittlerin“ so bei uns an, dass wir das Haus freiwillig räumen sollen, damit es zu dem runden Tisch kommt. Das bedeutet also, bei der Unterlassung der Räumung wird es keinen runden Tisch geben.
Unsere Entscheidung ist klar, Räumen wir freiwillig so fehlt uns jeglicher Rückhalt, wir haben demzufolge nichts mehr in der Hand. Wer garantiert uns dass es die Gespräche nach der Räumung geben wird, und wer garantiert und eine Lösung und somit eine Zukunft des Projektes? Unsere Zweifel sind klar und begründet. Der Bürgermeister der Stadt Geringswalde hat uns schon genug enttäuscht. Der anfänglich Aufgebaute Vertrauen zu Ihm ist vollkommen verloren gegangen. Des weiteren wusste er, laut Presse, nicht einmal etwas von einem runden Tisch mit uns! Wieso soll es keine Gespräche mit uns geben, solang das Haus besetzt ist? Es ist die Angst vorhanden, dass wir eine freiwillige Räumung durchführen und im Nachhinein kein Wort mehr über das Projekt verloren wird. Wieso mischen sich die Polizei, die Stadt und die Extremismusbeauftragte so in die Verhandlungen mit ein und versuchen sie mit zu bestimmen? Die Vermutung liegt nahe, dass es das Projekt nicht geben soll.
3.Wieso werden die Verhandlungen in die Hände von den Menschen gegeben, welche sie auch etwas angehen. Das wären in diesem Falle die Hausbesitzerin und wir, als Besetzer_Innen. Wir hoffen deshalb an dieser Stelle, dass die Besitzerin dies genau so sieht und mit uns verhandelt ohne von anderen beeinflusst zu werden. Wir sind deshalb weiterhin an einer Lösung interessiert und zu Gesprächen bereit.
Diese Gründe bewegen uns nicht freiwillig zu räumen, um nicht wieder vor dem Nichts zu stehen.
Aus genau diesem Grunde brauchen wir gerade in dieser Zeit Unterstützung und Hilfe denn je. Also alle, welche uns Helfen wollen und uns unterstützen wollen können dies per Mail bei uns tun!
Wir werden definitiv nicht aufgeben und freiwillig räumen! Wir werden weiterkämpfen für unsere Träume, welche in dieser einen Woche ein ganzes Stück näher kamen!
Diese Woche darf und kann nicht alles gewesen sein!
Kämpft mit uns!
Wir bleiben alle!

Besetzerinnen und Besetzer des Hauses in der Wiesenstraße 7 – März 2010

Unterstützer:
Antifaschistische Aktion Rochlitz Geringswalde Burgstädt


2 Antworten auf „Fazit: Eine Woche Besetztes Haus Geringswalde“


  1. 1 Unbekannter Antifant :) 17. März 2010 um 17:33 Uhr

    Weiter so :)

    WIR BLEIBEN ALLE !

    Alerta!

  1. 1 Unterstützt jetzt den Squat in Geringswalde! « Antifa RGB – http://antifa-rgb.tk/ Pingback am 15. März 2010 um 11:09 Uhr
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